Die Pflege steht vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig bieten digitale Lösungen neue Möglichkeiten, Pflegekräfte und Betreuungspersonen im Arbeitsalltag zu unterstützen. Das Bündnis Digitalisierung in der Pflege, ein Zusammenschluss von neun Verbänden aus dem Sozial-, Pflege- und Gesundheitswesen, fordert deshalb, Digitalisierung stärker in der anstehenden Pflegereform zu verankern. Zwar wurde Digitalisierung im Ergebnispapier der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ vom Dezember 2025 als Querschnittsthema aufgenommen. Nach Ansicht des Bündnisses bleiben die vorgesehenen Maßnahmen jedoch zu unverbindlich.

Klare Rahmenbedingungen für digitale Pflege

Gefordert wird unter anderem ein verbindlicher nationaler Strategieplan für die Digitalisierung der Pflege. Dieser soll Standards und Zuständigkeiten festlegen und dafür sorgen, dass digitale Vorhaben auch praktisch umgesetzt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Finanzierung. Neben Investitionen müssen auch laufende Kosten, IT-Ressourcen, Cybersicherheit und der personelle Aufwand für Digitalisierung berücksichtigt werden.

Denn Digitalisierung funktioniert nur, wenn auch die Menschen mitgenommen werden, die täglich damit arbeiten. Pflege- und Betreuungskräfte benötigen entsprechende Schulungen und Kompetenzen, um neue Technologien sinnvoll in ihre Arbeit zu integrieren.

Digitale Unterstützung für die Demenzbetreuung

Gerade in der Betreuung von Menschen mit Demenz kann Digitalisierung einen konkreten Mehrwert bieten. Informationen zu Biografie, Interessen und individuellen Bedürfnissen können dabei helfen, Betreuung persönlicher und gezielter zu gestalten.

Hier setzt auch das Online-Portal magic minutes für die Betreuung von Menschen mit Demenz in der Pflege an. Es unterstützt Pflege- und Betreuungskräfte dabei, auf Demenz ausgerichtete Inhalte zu nutzen und passende, vielfältige Betreuungsangebote in den Alltag zu integrieren. Dabei soll digitale Technik die persönliche Betreuung nicht ersetzen, sondern ergänzen. Sie soll vielmehr dort unterstützen, wo sie im Pflegealltag einen echten Nutzen bringt – und Mitarbeitenden helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: den Menschen.

Digitalisierung mit praktischem Nutzen

Die aktuelle Diskussion um die Pflegereform zeigt, dass Digitalisierung in der Pflege mehr braucht als technische Lösungen. Entscheidend sind klare Rahmenbedingungen, eine verlässliche Finanzierung und gut geschulte Mitarbeitende. Das Online-Portal magic minutres zeigt, wie digitale Unterstützung ganz konkret in der Demenzbetreuung eingesetzt werden kann: praxisnah, strukturiert und mit dem Menschen im Mittelpunkt.